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Wanderung empfohlene Tour

Durchs romantische Weißwassertal hinauf zum Hünstollen mit Harzblick

· 1 Bewertung · Wanderung · Harz
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Nicola Kulp
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m 400 300 200 16 14 12 10 8 6 4 2 km
Wunderbar abwechslungsreiche Landschaften von idyllisch bis lauschig, inklusive herrlicher Fernblicke auf Harz und Solling. Tour nach Rother Wanderführer Südniedersachsen (dort sind 4,5h für die Runde veranschlagt).
leicht
Strecke 17,8 km
3:17 h
290 hm
291 hm

Vom Örtchen Ebergötzen gehts auf breiten, vorwiegend halbschattigen Forststraßen moderat, aber stetig bergauf. Zur Linken schlängelt sich plätschernd der Weißwasserbach durch den Wald. Zur Rechten bereichern immer wieder imposante Sandsteinklippen das Bild.

Nach etwa einem Drittel der Strecke wartet am höchsten Punkt der Hünstollenturm (Sanierungsarbeiten bis voraussichtlich Sommer '21). Die Aussichtsplattform schenkt Fernblicke auf Kaufunger Wald, Solling, Ohmgebirge, Untereichsfeld und den Harz. Das Ausflugsziel ist beliebt und entsprechend belebt, die Strecken ringsum werden auch von Radsportler*innen und E-Bike-Fahrer*innen gern genutzt. 

Gemütlich steigt der Weg ab nach Holzerode und schenkt Blicke über die hügelige Kulturlandschaft zu den dunkelgrünen Gipfeln des Harzes. Hohe Kiefern und Waldhänge, schließlich sanft geschwungene Felder und Weiden rahmen das letzte Drittel der Tour.

In Ebergötzen locken Einkehrmöglichkeiten, die historische Wilhelm-Busch-Mühle und das Europäische Brotmuseum samt Freilichtanlage.

Autorentipp

Im Frühjahr wächst rund um den Hünstollen Bärlauch, außerdem Knoblauchrauke und Waldmeister. Da sich dieser Teil des Waldes bereits außerhalb des NSG Göttinger Wald befindet, darf hier gepflückt werden - selbstverständlich mit der gebotenen Rücksicht auf die Bestände und das Gesamthabitat.

Für Gourmets mit Sammelgeduld: Die ungeöffneten Knospen des Bärlauchs abknipsen, zu Hause zwei bis drei Tage in Olivenöl einlegen, dann Knospen samt Öl auf dem Herd sanft erhitzen, über Pasta geben und nach Geschmack mit Salz vermengen und mit Parmesankäse bestreuen. Wer Lust auf Scharf hat: Chiliflocken, gern geräuchte, passen ebenfalls bestens dazu!

Besonders fein schmeckt auch eine Bärlauchbutter, zubereitet mit den frischen, feingehackten Knospen und etwas grobem Salz aus der Mühle.

Für eine kleine Einkehr nach der Wanderung ist das Café am Brotmuseum sehr zu empfehlen. Hier gibt es leckere, hausgemachte Kuchen, Torten und Teilchen sowie herzhafte Snacks und man sitzt sehr schön auf einer der beiden Außenterrassen im Halbschatten alter Bäume.

Die Tour lässt sich um rund 5km abkürzen, indem von Holzerode aus der Bus zurück nach Ebergötzen genommen wird.

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
434 m
Tiefster Punkt
199 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Vor allem mit Kindern ist gleich zu Beginn der Tour, unmittelbar vor dem Abzweigen ins Weißwassertal, erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Das hier zu gehende Stück Straße ist zwar nicht sehr stark befahren, durch eine Kurve jedoch etwas unübersichtlich. Da diese zudem die Abfahrt von der B446 darstellt, sind Fahrzeuge mit entsprechend hoher Geschwindigkeit unterwegs.

Sollte der Naturpfad zum Hünstollenturm nicht begehbar sein, auf der Hünstollenstraße bleiben, an der T-Kreuzung rechts den Abstecher zum Turm machen, anschließend zur T-Kreuzung zurückkehren und weiter wie beschrieben. 

Bei Unwegsamkeit des Naturpfades an der Ostseite der Lippberge nach den ersten 200m links auf den festeren Forstweg abzweigen und die Lippberge via Kaufmannsweg und Lippbergweg an der Westflanke umrunden.

Im Bereich der Reitanlage in Holzerode den Reitbetrieb berücksichtigen sowie eventuelle mitwandernde Kinder entsprechend ‚instruieren‘ bzw. beaufsichtigen. Uns kam bspw. von der offenen Geländebahn ein durchgegangenes Pferd entgegengeprescht – sicher nicht die Regel, kann aber passieren.

Weitere Infos und Links

Über die bereits über 100-jährige Geschichte des Hünstollenturms sowie den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten informiert der Göttinger Verschönerungsverein.

Das Europäische Brotmuseum in Ebergötzen ist jeweils von Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen (teils auch an in Niedersachsen nicht geltenden, bspw. Fronleichnam,) geöffnet. In den Ausstellungsräumen und der facettenreichen Freiluftanlage gibt es für Jung und Alt viel zu entdecken. Auf der Homepage des Brotmuseums finden Interessierte jede Menge Infos.

Bei einem strafferen Zeitplan ist eine Besichtigung der Wilhelm-Busch-Mühle eine schöne Alternative zum Brotmuseum. Wer mehr Zeit hat, kann mit einem Kombi-Ticket die beiden nur 500m auseinanderliegenden Museumsstätten gleich nacheinander besuchen.

In Ebergötzen sowie in Holzerode gibt es Übernachtungsmöglichkeiten. Ein Unterkunftsverzeichnis und Weiteres zu den beiden Ortschaften bietet die Seite ebergoetzen.de. Das 700-Seelen-Dorf Holzerode besticht mit ländlicher Ruhe und modernem Reitverein. Im rund 1.800 Einwohner*innen zählenden Ebergötzen findet sich die vorteilhaftere Infrastruktur, u.a. Supermarkt, Bäckerei, Sparkasse, Apotheke, Café und drei Gaststätten.

Der nächste Campingplatz liegt 5km entfernt am knapp 100ha großen Seeburger See (Busverbindung mit Ebergötzen).

Die Homepage der Gemeinde Seeburg empfehle ich allen wärmstens, die einen längeren Aufenthalt in der Region planen: Hier gibt es zahlreiche, gut aufbereitete Infos zum Naturschutzgebiet Seeburger See, den hiesigen Freizeitangeboten sowie vielen weiteren Ausflugszielen der näheren und weiteren Umgebung.

Zu einigen Highlights sind auf der Seeburg-Seite weitere Wandertouren (als PDF) verlinkt, diese können alternativ auch über die Quellseite der benachbarten Samtgemeinde Radolfshausen abgerufen werden.

Start

Los geht es in der Straße Neustadt, die in Ebergötzen etwa in der Ortsmitte von der Ortsdurchfahrt Göttinger Straße/Herzberger Straße Richtung Nord-Nordwest abknickt. (199 m)
Koordinaten:
DG
51.570593, 10.101460
GMS
51°34'14.1"N 10°06'05.3"E
UTM
32U 576336 5713855
w3w 
///ärztin.widmen.stich

Ziel

Von Norden kehrt der Rundweg via Schäfergasse zurück nach Ebergötzen und trifft erneut auf die Ortsdurchfahrt, nach wenigen Schritten gen Westen ist mit der Straßeneinmündung Neustadt der Startpunkt wieder erreicht.

Wegbeschreibung

Vom Startpunkt aus folgst du der Straße Neustadt nordwärts aus dem Ort hinaus. Nach wenigen Minuten unterquerst du die B446 und zweigst gleich danach links ins Weißwassertal ab. Die nächsten Kilometer bleibst du auf diesem Weg, oft begleitet vom Weißwasserbach zur Linken, und tauchst bald in den hohen Mischwald ein.

Du kommst vorbei an Stauweihern (hier kannst du große Karpfen entdecken) und dem Hördel-Brunnen samt Picknicktisch. Mal direkt am Weg, mal in den oberen Gefilden der Waldhänge zur Rechten gibt es zahlreiche Sandsteinstufen und -klippen (Muschelkalk aus der Trias, 250-200 Mio. Jahre v.u.Z.).

Nach etwa 4km öffnet sich eine langgezogene Freifläche mit artenreichen Wildwiesen, von dort führt der Weg wieder in den Halbschatten des Waldes hinein. Du kommst bald an eine Abzweigung, nimmst hier aber nicht den nach rechts ausgewiesenen Weg Richtung Hünstollen, sondern gehst weiter geradeaus. Die Steigung wird nun spürbarer.

Etwa bei Kilometer 5,2 mündet dein Weg im spitzen Winkel in den Forstweg Hünstollenstraße, dem du nun etwa 1km weiter folgst, um nach einer weiten Rechtskurve die Hünstollenstraße zu verlassen: Hier zweigt ein schöner Naturpfad nach rechts ab, auf dem du nach einem weiteren Kilometer den Hünstollenturm und damit auch den höchsten Punkt der Tour erreichst.

Vom Turm gehst du linker Hand die breite, von hohen Laubbäumen gerahmte Hünstollenturmstraße entlang Richtung Westen, wo diese, geradeaus, in die Hünstollenstraße einmündet. Du folgst der Hünstollenstraße, die wenige Schritte weiter eine Rechtskurve beschreibt, und nimmst auch die anschließende Rechtskurve (bei Kilometer 9) mit. Gut 200m weiter macht die Straße abermals eine Rechtskurve, hier aber zweigst du von der befestigten Straße nach links/geradeaus auf einen etwas wildwüchsigen Waldpfad ab.

Der Weg verläuft an der Ostflanke des Breiten Lippbergs bald nah zum Waldrand und du kannst zwischen den Bäumen schöne Ausblicke über die Wiesen und Felder, das Dorf Holzerode und den im Osten sich erhebenden Harz genießen.

Vom Ausblick gelockt, haben wir an der anschließenden Flanke des Spitzen Lippbergs – entgegen der Wegroute des Wanderführers, den Waldpfad verlassen und sind stattdessen außen am Waldsaum entlang gegangen. Hier zieht sich eine Wildwiese den sanften Hang hinunter und man hat einen traumhaften, freien Blick zum Harz und zum Brocken. (Du kannst, vielleicht nach einem kurzen Aussichtsabstecher auf die Wiese, natürlich auch den Weg durch den Wald einhalten, dieser führt weiter parallel zu unserem am inneren Waldrand entlang und stößt bald auf den von links kommenden Lippbergweg, dem du noch ein paar Schritte geradeaus folgst. Kurz bevor der Weg auf die B446 trifft, nimmst du rechts den Abzweig auf den Feldweg Große Trift und bist wieder auf der hier beschriebenen Route).

Nach einem kurzen Querstück durch die gut kniehohe Wiese (wenn du hier langgehst, bitte unbedingt behutsam, und zu mehreren schön im Gänsemarsch, laufen, um eventuelle Bodenbrüter nicht zu beeinträchtigen) hältst du dich auf dem Feldweg Große Trift rechts, Richtung Holzerode. Du überquerst die B446 und erreichst ein paar hundert Meter weiter den Ort.

In Holzerode gehst du an der 3. Straße rechts (Dorfstraße), kommst an der Kirche vorbei und querst an der nächsten Kreuzung die Hünstollenstraße (hier kannst du optional auch den Bus zurück nach Ebergötzen nehmen und so die Tour um 5km abkürzen). Geradeaus triffst du via Mühlenstraße auf das Stall- und Reitgelände des Struthkrughofs, wo die geteerte Straße in einen unbefestigten Feldweg mündet. Zwischen Weiden und Wäldchen geht es nochmals leicht bergan Richtung Südosten.

Etwa 2km lang durchwanderst du den Staatsforst Landolfshausen, die schmale Hangschlucht und der Bergkamm zur Rechten verbergen optisch wie auch akustisch die parallel verlaufende B446. Hinter dem Waldstück wellt sich die idyllische Kulturlandschaft mit Wiesen, Weiden, Feldern und einigen Obstbäumen. Nach einer Kuppe rückt Ebergötzen in seinem kleinen Talkessel schließlich wieder voll ins Blickfeld und bezaubert mit seinem malerischen Bild aus Fachwerkhäusern, Türmchen und abschüssigen Schafs- und Pferdeweiden.

Du nimmst an der T-Kreuzung den Weg rechts hinunter zum Ort und gelangst auf der Schäfergasse wieder ins Wohngebiet. Hier mündet die Schäfergasse nahe des Hotel-Restaurants Wilhelm-Busch-Stuben in die Herzberger Straße. Du hältst dich abermals rechts und erreichst, hoffentlich so beglückt und begeistert von der Tour, wie wir es waren, nach ca. 200m wieder die Einmündung der Straße Neustadt.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Von Göttingen Hbf aus RegioBus-Linie 170 Richtung Duderstadt. Fährt wochentags/samstags stündlich, Sonn-/Feiertage 2-stündlich. Ausstieg Haltestelle „Ebergötzen - Schule“. Hier ist mit der Straßeneinmündung Neustadt der Start/Zielpunkt erreicht.

Anfahrt

Start/Ziel in Ebergötzen, ca. 15km östlich von Göttingen, mit dem Auto via B27.

Wer von der A7 aus Richtung Norden kommt, fährt bei Nörten-Hardenberg ab und nimmt die B446 Richtung Duderstadt.

Start/Ziel-Straße Neustadt etwa in der Ortsmitte, abzweigend von der Ortsdurchfahrt Göttinger Straße/Herzberger Straße.

Parken

Im Bereich des Start/Zielpunktes Parkbuchten bzw. Parkmöglichkeiten am Straßenrand.

Koordinaten

DG
51.570593, 10.101460
GMS
51°34'14.1"N 10°06'05.3"E
UTM
32U 576336 5713855
w3w 
///ärztin.widmen.stich
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

Feste Schuhe mit Profil sind - meines Erachtens - abgesehen von Barfuß-Strandwanderungen immer sinnvoll. Gelegentlich kann der Weg matschig sein, an einigen Stellen ist knöchel- bis kniehoher Bewuchs sowie Reifenfurchen von Waldarbeitsmaschinen zu erwarten. Besondere Ausrüstung ist nicht erforderlich.

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Bewertungen

5,0
(1)
Nicola Kulp
31.05.2021 · Community
Abwechslungsreich und wunderschön
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Gemacht am 24.05.2021

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
17,8 km
Dauer
3:17 h
Aufstieg
290 hm
Abstieg
291 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich geologische Highlights aussichtsreich hundefreundlich kulturell / historisch botanische Highlights

Statistik

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