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Herkulesweg und Pilgerweg: Eichsfeld von Witzenhausen nach Mühlhausen

Mountainbike · Werratal
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Dirk Neubauer 
  • Mountainbike-tour im Werratal: Herkulesweg und Pilgerweg: Eichsfeld von Witzenhausen nach Mühlhausen
    Mountainbike-tour im Werratal: Herkulesweg und Pilgerweg: Eichsfeld von Witzenhausen nach Mühlhausen
    Video: Outdooractive
m 500 400 300 200 100 80 70 60 50 40 30 20 10 km
Mit dem Rad auf den Spuren von Jakobspilgern und über alte Handelswege von Meckenheim bis an die Ostsee.
schwer
Strecke 86,9 km
7:30 h
1.596 hm
1.514 hm
506 hm
132 hm
Wir folgen dem Herkulesweg, einem nordhessisch-thüringischen Wanderweg, auf dem Weg von der Werra zum Heilbad Heiligenstadt an der Leine.

Danach folgen wir dem Pilgerweg vom niedersächsischen Loccum zum thüringischen Kloster Volkenroda. Der Weg führt uns durch reizvolle Landschaften, auch über den Dün und an der Unstrut entlang bis Mühlhausen.

Autorentipp

Werra, Burg Ludwigstein, ehemalige innerdeutsche Grenze (Kolonnenweg), Burgruine Hanstein, Teufelskanzel, Dieteröder Klippen, ehemalige Kleinbahn "Bimmelbähnchen", Naturpark Eichsfeld-Werratal-Hainich, Kapelle Klöppelsklus, Heilbad Heiligenstadt, Dün, Kapelle Steinhagen, Burg Scharfenstein, Johannitergut Beinrode, Nikolaikirche Dachrieden, Vituskirche Ammern, Mühlhausen (Petrikirche, Marienkirche, Stadtmauer).

Es gibt unterwegs Versorgungsmöglichkeiten in Witzenhausen, an der Teufelskanzel, in Fürstenhagen, im Heilbad Heiligenstadt, in Ammern und Mühlhausen.

In Mühlhausen gibt es diverse Übernachtungsmöglichkeiten.

Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Hopfenberg, 506 m
Tiefster Punkt
Witzenhausen (Werra), 132 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 16,80%Schotterweg 42,55%Naturweg 17,87%Pfad 1,45%Straße 19,02%Unbekannt 2,27%
Asphalt
14,6 km
Schotterweg
37 km
Naturweg
15,5 km
Pfad
1,3 km
Straße
16,5 km
Unbekannt
2 km
Höhenprofil anzeigen

Sicherheitshinweise

Der Weg ist auf etwa 30 km befestigt. Die restlichen 60 km sind unbefestigte Wald, Ufer- und Feldwege bzw. Pfade, teilweise sehr matschig und zerfahren. Manche Abfahrten sind heftig und es ist nicht peinlich, sein Rad auch einmal bergab zu schieben.

Auf dem Dün gibt es viele steile Auf- und Abfahrten.

Start

Witzenhausen, Marktplatz (141 m)
Koordinaten:
DD
51.342747, 9.858003
GMS
51°20'33.9"N 9°51'28.8"E
UTM
32U 559760 5688290
w3w 
///belebung.ungewohnt.lebkuchen
Auf Karte anzeigen

Ziel

Mühlhausen, Marienkirche

Wegbeschreibung

Die ersten Kilometer des heutigen Tages werde ich auf dem Werratalradweg verbringen. Ich habe erst vor, in Werleshausen wieder auf den Herkulesweg zu gelangen und diesem dann bis ins Heilbad Heiligenstadt zu folgen. Dort werde ich dann ostwärts dem Pilgerweg Loccum-Volkenroda folgen und heute Mühlhausen erreichen. Ich starte also in Witzenhausen auf dem Marktplatz und rolle hinunter zur Werrabrücke. Hier nehme ich den Radweg werraaufwärts auf dieser Seite des Flusses. Nach der Fahrt durch die Werrawiesen komme ich an die Brücke über die Werra. Ich erreiche Unterrieden und folge dem Werratalradweg durch den Ort. Schließlich gelange ich auf den straßenbegleitenden Radweg an der B 27 entlang.

Bevor die Bundesstraße unterhalb der geschichtsträchtigen Burg Ludwigstein die Werraseite wechselt, führt der Radweg zu einer Landstraße, welche mich zügig nach Werleshausen hereinführt. Im Ort treffe ich auf den Herkulesweg. Ich folge ihm und der Landstraße durch den Ort. Der westthüringische Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal erwartet mich nun. Noch vor dem Ortsende weiche ich rechterhand auf eine Anwohnerstraße ab, die mich recht steil den Hang hinauf führt. Oberhalb des Ortes wechselt der Belag auf Kopfsteinpflaster, ich quere eine Bahnlinie und weiter geht es steil hinauf. Voraus kann ich schon die Ruine der Burg Hanstein entdecken. Diese liegt bereits in Thüringen. Auf der Höhe halte ich mich links und rolle kurz hinab zur Landstraße. Mit dieser fahre ich nun in Richtung der Ruine Hanstein. An der ehemaligen innerdeutschen Grenze finde ich einen Gedenkstein an diese vor. Kurz darauf habe ich den Kolonnenweg erreicht.

Diesem folge ich nun rechts bergauf. Ich schiebe gleich einmal auf den regennassen Betonplatten, die sowieso nicht wirklich zum Fahren geeignet sind. Weiter oberhalb habe ich dann eine Pferdeweide erreicht. Hier verlasse ich den Kolonnenweg auch schon wieder und nehme einen Plattenweg, der mich genau auf die Burgruine Hanstein und den Ort Rimbach drauf zuführt. Dies wäre mein erster thüringischer Ort auf dieser Reise, allerdings erreiche ich ihn gar nicht erst. Noch vorher nehme ich einen Wiesenweg rechterhand, der mich zu einem Wanderparkplatz am Beginn des Höhebergs führt. Hier finde ich auch die erste Muschelmarkierung der Via Scandinavica vor. Herkulesweg und Jakobsweg sollen jetzt bis zum Buntsandsteinfelsen der 452 m hohen Teufelskanzel identisch auf einem Abschnitt des Werra-Burgen-Steigs verlaufen.

Ich folge dem Schotterweg aufwärts zum Waldrand. Am Waldrand führt der Schotterweg leicht rechts höhengleich weiter, ich folge allerdings den Markierungen linkerhand auf einen matschigen Forstweg, der gemütlich ansteigt. 400 m Höhe habe ich nun bereits passiert. Nach einer Weile zweigt im dunklen Wald der Teufelskanzel-Kammweg rechterhand ab. Auf dem Schild steht: "bei Nässe teilweise matschig". 2 km soll dieser Aussichtspunkt noch entfernt sein.

Ich folge dem gekennzeichneten Kammweg und rolle nach dem einen ersten steilen Anstieg eher verhalten auf dem Pfad nahe der Abbruchkante entlang. Ich kann an diesem Weg nichts Beschwerliches finden außer den gelegentlichen Felsstücken und Wurzeln, die es zu umfahren gilt. Zwischendurch gibt es auch mal schöne Aussichten ins tief liegende Werratal, alles in allem ist das ein herrliches Stück Weg.

Schließlich erreiche ich den Buntsandsteinfelsen der 452 m hohen Teufelskanzel und habe hier eine herrliche, offene Sicht ins Werratal zur hufeisenförmigen Werraschleife bei Lindenwerra. Dahinter erstrecken sich die Berge des Hohen Meißners und des Kaufunger Waldes. Die Berghütte ist tatsächlich geöffnet und ich hole mir drinnen einen Stempel, verschwinde dann aber gleich wieder. Von der Baude geht es steil hinunter zu einer Wegekreuzung.

Hier orientiere ich mich kurz, ein Forstweg führt in südlicher Richtung leicht abwärts weiter. Der Herkulesweg führt aber linkerhand davon als kleinerer Waldweg in den dichten Wald. Ich recherchiere auf der Karte und entscheide mich lieber für den Forstweg, auf den der Herkulesweg einige Zeit später auch führen soll.

Ich folge dem gut zu fahrenden Forstweg nun leicht abwärts längere Zeit durch den Wald. Dann kommt wieder die Markierung hinzu und es geht weiter in der bisherigen Richtung. Dann verlässt die Markierung den Forstweg wieder linkerhand. Ich habe mich allerdings mittlerweile schon entschieden, diesem treu zu bleiben und den dadurch längeren Weg aus diesem Wald heraus zu nehmen. Bald treffe ich an einer T-Kreuzung auf einen weiteren Forstweg und folge diesem nach links. Weiter überwiegend abwärts, zum Schluss sogar ziemlich steil im Pfaffental erreiche ich schließlich die Landstraße im Tal.

Ich befinde mich hier schon weiter östlich als geplant und folge daher gleich der Straße rechts abwärts. Mein ursprünglich geplanter Weg läuft jetzt irgendwo linkerhand durch die Wiesen. Ich erreiche eine andere Landstraße und folge dieser links im Tal der Walse entlang, es ist die Deutsche Märchenstraße. Kurz darauf habe ich Vatterode und damit auch wieder den Herkulesweg erreicht. Ich befinde mich nun nur noch knapp über 200 m Höhe. Der Herkulesweg führt nun wieder südwärts in die bewaldeten Höhen im Schlenker bis in den nächsten Ort, Mackenrode. Ich bleibe auf der Straße, Heilbad Heiligenstadt ist bereits ausgewiesen.

Kurz darauf weicht rechterhand eine Nebenstraße nach Mackenrode ab, welche ich nehme. Ich passiere die Kronenmühle, dann zieht die Straße hinauf zu einem Sportplatz. Mackenrode scheint etwas höher zu liegen. Ich verlasse aber die Straße, da ein Wirtschaftsweg rechterhand direkt auf den Ort und die Bekmühle zuzuführen scheint. An einem kleinen Park mit Teich habe ich den Herkulesweg praktisch wieder erreicht. Der Ort mit der Kirche liegt linkerhand, dahinter steigt das bewaldete Gelände wieder an. Dort führt der Herkulesweg hinein.

Ich fahre vor zur Straße und folge dieser hinauf zur Kirche. Daneben führt steil die Bergstraße hinauf und die Zeichen des Herkuleswegs sind eindeutig erkennbar. Ich stiefele die steile Straße hinauf. Oberhalb habe ich bereits wieder 300 m Höhe erreicht. Hier führt der Herkulesweg unvermindert steil hinauf zum Wald, und zwar auf einer völlig nassen Wiesenspur. Ich ziehe die Karte zu Rate und komme ins Grübeln. Es scheint noch eine ganze Weile so weiter zu gehen. Im Wald sollen 500 m Höhe erreicht werden. Auf dem nassen Gras habe ich keine Chance. Fürstenhagen ist der nächste Ort auf meinem Weg. Laut Karte ließe sich dieser auch auf einem längeren Umweg erreichen. Diesen ziehe ich vor und rolle die Bergstraße wieder hinab.

Dann folge ich der kleineren Nebenstraße nach Eichstruth, die auch heftig aufwärts führt. Auch hier habe ich bald die 300 m Höhe überschritten. Außerhalb der Ortschaft in einer engen Rechtskurve weicht geradeaus ein schmaler Weg ab. Dieser führt laut Beschilderung direkt nach Eichstruth und ich folge ihm bergauf. Am Friedhof erreiche ich den Ort und gelange an der Kirche wieder auf die Landstraße. Mit dieser geht es nun weiter aufwärts nach Dieterode, wo ich die 400 m Höhe erreiche.

Es geht durch den Ort und dahinter weiter aufwärts mit der Straße. Im Ort war ein grün markierter Wanderweg nach Fürstenhagen markiert gewesen. Der steil ansteigende Wald hinter dem Ort hatten mich die Schilder aber ignorieren lassen. An einem einzeln stehenden Haus erreiche ich dann eine Kreuzung. Linkerhand ist ein imposanter Hang zu erkennen, die Dieteröder Klippen. Muss ich da etwa hinauf? Laut Karte schlängelt sich die Straße in etlichen Serpentinen hinauf zu den Klippen oberhalb 500 m Höhe.

Ich fahre direkt auf die Klippen zu, rechterhand befinden sich die Gebäude eines ehemaligen Kleinbahnhofs. Ich fahre über die ehemalige Kleinbahn und kann unterhalb einen guten Weg erkennen. Kurz darauf biege ich links von der Straße ab, die Naturparkverwaltung Fürstenhagen ist als Richtung in 2 km angegeben. Auf dem als Wanderweg ausgebauten Damm der ehemaligen Kleinbahn fahre ich dann gemütlich hinauf zum alten Bahnhof Fürstenhagen, wo sich heute eine Verwaltung des Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal befindet. Drinnen bekomme ich einen Stempel.

Der Bahnstrecke kann ich leider nicht mehr weiterfolgen. Der Bahnhof war ein Sackbahnhof, die Züge des Bimmelbähnchens von Dieterode fuhren weiter östlich nach Kalteneber nun oberhalb der Klippen entlang. Ich habe hier aber nun auch wieder den Herkulesweg erreicht. Ich folge nun der Markierung auf dem Weg zum eigentlichen Ort. Hier ignoriere ich die Straße und folge der Markierung in den Wald, wo der Weg bald an der östlichen Flanke des Lengenbergs steil abwärts führt. Markiert ist auch der rot markierte Naturparkweg Leine-Werra.

Dann komme ich auch schon aus dem Wald und rausche schnell hinunter ins Dorf Lutter. Auf den vor mir befindlichen Hängen steht der Nebel tief. Im Ort quere ich die Durchgangsstraße, befinde mich nun wieder bei nur 300 m Höhe, steige die Kirchgasse steil hinauf zu einer Kapelle und an dieser vorbei hinauf zum Waldrand. Gut 25% Steigung zeigte mein Tacho hier an. Ich folge dem gut markierten, jedoch schmalen, wurzeligen Pfad nahe dem Waldrand und stoße letztlich auf einen Forstweg. Der Herkulesweg quert den Forstweg nur und führt genauso eng und schmal weiter.

Auch der Forstweg soll laut Beschilderung letztlich nach Heiligenstadt führen durch den Dreiergrund zu einem alten Forsthaus. Laut Karte soll ich diesem gut folgen können und tue dies auch. Anfangs leicht, später stärker steigend gelange ich letztlich auf gutem Weg weiter oberhalb an eine Landstraße. Das Forsthaus befindet sich nun rechts, links geht es nach Heiligenstadt. Ich habe hier wieder eine Höhe knapp unterhalb 500 m erreicht. Ich wende mich links auf der Straße, welche sich wieder als Deutsche Märchenstraße entpuppt, und verlasse diese kurz darauf mit einem geradeaus führenden Forstweg am Schwarzen Kreuz. Diesem Weg folge ich zügig abwärts bis zum Klöppelsklus, einer Kapelle aus dem Jahre 1716. Hier habe ich den Herkulesweg auch wieder erreicht.

Dieser führt aber auf einem schmalen, wurzeligen Pfad wieder in den dichten Wald. Laut Karte führt er steil den Iberg hinab nach Heiligenstadt hinunter, in die sogenannte Hauptstadt des Eichsfeldes. Ich recherchiere kurz in der Karte und entscheide mich stattdessen für den geradeaus auch hinab führenden Forstweg. Dieser wird letztlich auch ziemlich steil und steinig, ist aber breit genug, dass ich ordentlich hinunter gelange. Irgendwann kommt dann die vorhin verlassene Straße wieder in Hör- und Sichtweite und ich kann auf diese wechseln. Dann rolle ich in die Stadt hinunter.

Die größere Kreuzung am Kasseler Tor überquere ich noch und passiere die Innenstadt. Letztlich rolle ich in die Lindenallee hinein, eine zweibahnige Kopfsteinpflasterstraße, in deren Mitte unter Bäumen ein kleiner parkähnlicher Spazierweg verläuft. Am Marcel-Callo-Haus halte ich und besorge mir drinnen einen Pilgerstempel. Dann folge ich der Lindenallee ostwärts und treffe kurz darauf an einem Straßenschild auf die erste Markierung des Pilgerwegs, ein stilisiertes blaues Kreuz. Jetzt soll es erst einmal Richtung Mühlhausen gehen, Loccum liegt derzeit noch in meinem Rücken. Den Weg dorthin hebe ich mir für die nächsten Tage auf.

Der Pilgerweg verläuft mit mehreren Schlenkern durch die Stadt. Ich beschließe, den Schlenker durch den Kurpark an den Leinewiesen auszulassen, da dort laut Karte viele Treppen auf mich warten würden und vermutlich das Radfahren im Park nicht erwünscht ist. Mich erwarten jetzt die Höhen des Dün. Ich folge also dem Altstadtsträßchen geradeaus, ohne in den linkerhand gelegenen Park abzubiegen, und treffe bald auf die ehemalige Stadtmauer. An dieser entlang komme ich dann zur Ausfallstraße aus der Altstadt und folge nun der Landstraße Richtung Dingelstädt geradeaus. Nach Überquerung der Geislede, eines Zuflusses der Leine, halte ich mich linkerhand und treffe erneut auf Markierungen des Pilgerwegs, den ich nun endgültig erreicht habe. Mit einer Vorortstraße verlasse ich nun Heiligenstadt ostwärts.

Auf einem Schotterweg leicht aufwärts strebe ich dem bewaldeten Plateau des Düns entgegen. Der Weg durch die Kuhweiden ist ruhig und idyllisch, hinter mir entfernen sich die Geräusche des geschäftigen Treibens der Stadt. Am Waldrand steigt der Weg gleich richtig an, der sogenannte Eselsstieg führt mich auf das Dünplateau. Ich komme weiter oben bei 431 m Höhe an eine markante Kreuzung. Der Pilgerweg führt hier nach rechts zur Schönen Aussicht und ins Dachstal, um dann zur Unstrutquelle zu führen und immer entlang des Flüsschens schließlich Mühlhausen zu erreichen. Ich wollte mir die Fahrt dorthin etwas spannender gestalten und folge linkerhand einer gekennzeichneten Nebenstrecke entlang des Höhenrückens des Dün. Unter anderem sind hier als Ziele die Kapelle Steinhagen und die Burg Scharfenstein angegeben, die Markierung wechselt übrigens auf ein stilisiertes grünes Kreuz.

Ich folge nun also dem guten Forstweg nahezu eben bis leicht fallend zügig durch den Wald auf dem Plateau. Schließlich geht es zügig hinab ins Luttertal und hier ein Stück auf der Straße entlang, bevor ich rechterhand mit einem guten Forstweg wieder in den Wald stiefele. Durch den Langen Grund gelange ich allmählich wieder auf die Höhe. Die Wege sind in derart guter Verfassung, dass ich ohne viel Ärger den ruhigen Wald auf mich wirken lassen kann.

Schließlich erreiche ich auf der Höhe den Waldrand des Beurener Waldes und fahre an diesem entlang, rechterhand befinden sich ewig lange Rapsfelder. Dann erreiche ich in freier Landschaft auf 448 m Höhe unter einer mächtigen Linde die den "14 Nothelfern" geweihte Wallfahrtskapelle Steinhagen. Weiter führt mich der Pilgerweg jetzt auf einer Wiesenspur durch das Rapsfeld wieder auf den Wald zu. Durch diesen hindurch habe ich nach wenigen Kilometern die Zufahrtsstraße zur Burg Scharfenstein erreicht und fahre zu dieser hinauf. Sie liegt auf einer Höhe von 480 m. Ein aus dem nahe gelegenen Kloster Reifenstein geflohener Mönch predigte auf der Burg Scharfenstein zu Martin Luthers Zeiten die Reformation. Während des Bauernkrieges wurde die Burg 1525 gebrandschatzt, aber anschließend wieder aufgebaut. Heute zumindest macht sie einen relativ restaurierten Eindruck. Ein größerer Parkplatz für Busse befindet sich in der Nähe.

Der Pilgerweg soll das Gelände eigentlich südwärts verlassen, ich finde jedoch keinen richtigen Weg vor. Es sind relativ weitläufige Bauarbeiten im Gange, entweder soll hier der Parkplatz erweitert werden bzw. es könnten auch historische Ausgrabungen stattfinden. Ich rolle daher hinunter zur Straße und auf dieser südwärts. Im Wald nehme ich dann die erste Möglichkeit linkerhand, einen wunderbaren Betonweg. Wenig später kreuzt der Pilgerweg, wie an der Markierung zu sehen ist. Laut Karte führt er weitgehend parallel zu meinem Betonweg, später dann wieder am höher gelegenen Waldrand entlang. Da er laut Pilgerführer am Ende steil als Stationsweg zu dem Betonweg wieder hinab führen soll, schaue ich mir das Ganze auf der Karte genauer an. Schließlich entscheide ich, auf dem Betonweg zu verbleiben und rolle nun im leichten Anstieg auf den 503 m hohen Hopfenberg, die für mich heute höchste Stelle.

Dann schließt sich für einige Kilometer eine herrliche Abfahrt durch den Wald an. Zum Schluss am Waldrand entlang, nun wieder der Pilgermarkierung folgend, erreiche ich schließlich die stark befahrene B 247. Auf dieser wohl oder übel entlang erreiche ich das Johannitergut Beinrode. Aufgrund des starken Verkehrs spare ich mir die nochmalige Überquerung der Straße und rolle halt nur in Sichtweite an dem Gut entlang, verzichte damit auf einen eventuellen Stempel. Das Johannitergut Beinrode, ein ehemaliges Vorwerk des Klosters Reifenstein, beherbergt heute ein Schullandheim und ein Seminarzentrum. Es ist eine gemeinnützige Einrichtung des Johanniterordens zur Förderung der Denkmalpflege, der Jugendhilfe, der Bildung und von christlichen Werten.

Für mich geht es weiter auf einem Radweg Richtung Osten. Die verkehrsreiche Straße kann ich somit gleich wieder verlassen. Dieser Radweg bzw. diese doch breitere Straße bringt mich zum Bahnhof von Birkungen. Ich überquere die Bahnlinie jedoch nicht, sondern folge dem bahnbegleitenden Schotterweg in südlicher Richtung. Am Ende der weitläufig verstreuten Bebauung komme ich schließlich wieder in den Wald. Letztlich führt der Weg zu einer Unterführung unter der Bahnlinie hindurch. Die Markierung des Pilgerwegs weist aber zuvor nach links. Laut Karte kreuzt er die Bahnstrecke an einer anderen Stelle und führt zum ehemaligen Zisterzienserkloster Reifenstein, seit längerem wohl schon als Krankenhaus betrieben. Danach steigt er steil im Wald aufwärts. Laut Karte könnte ich aber auch hier die Bahn unterqueren und im Wald aufwärts steigen.

Dies tue ich dann auch und steige im Saugrund erneut auf die Höhen des Dün. Oberhalb treffe ich dann auf den Pilgerweg und folge ihm nach rechts. Der Weg wird breiter und schließlich rolle ich auf Asphalt aus dem Wald heraus. Silberhausen liegt voraus. Neben dem Haltepunkt rolle ich über die Bahnlinie und in den Ort hinein. Ich rolle durch den Ort direkt zur Unstrut und habe damit die Hauptroute des Pilgerwegs wieder erreicht. Diese verläuft hier auf dem Unstrutradweg, dem ich nun in Fließrichtung folge. Durch die Wiesen führt der asphaltierte Radweg im Auf und Ab nach Helmsdorf. Vor dem Ort befindet sich noch ein schöner Rastplatz, extra für Radfahrer angelegt, im Ort nutze ich kurzzeitig die Hauptstraße, quere dann die Unstrut und fahre wieder auf dem asphaltierten Radweg durch die Wiesen zum nächsten Ort, Zella.

Das ist wirklich ein gemütliches Fahren so am Ende des Tages. An der Blasiikirche in Zella quert der Radweg erneut die Unstrut, der Pilgerweg allerdings nicht. Hier stößt auch der Klosterpfad, eine Variante des Pilgerwegs, auf die Hauptroute. Ich folge nun dem Pilgerweg linkerhand der Unstrut entlang auf einem gemütlichen Schotterweg, der durchweg zum Fahren geeignet ist. Auf der anderen Flußseite befindet sich die Landstraße, warum auch immer werden die Radfahrer dort entlang geführt. Der Turm der Pankratiuskirche von Horsmar kommt in mein Blickfeld und schon habe ich den Ort erreicht. Ich habe ja auch schon die einstmalige Einflußsphäre der freien Reichsstadt Mühlhausen erreicht, die als evangelisches Bollwerk im umliegenden erzkatholischen Eichsfeld heraussticht. Das Eichsfeld ist über sehr lange Zeit mit dem Hochstift Mainz in Verbindung gewesen.

An der Hauptstraße im Ort treffe ich wieder auf den Radweg und verlasse mit ihm an der Straße entlang diese Ortschaft. Noch vor dem nächsten Ort, Dachrieden, weiche ich von der Straße auf einen Schotterweg ab, der mich direkt am Flüsschen in den Ort geleitet. Im Ort verabschiedet sich der Radweg wieder Richtung Unstrut, ich steige jedoch linkerhand in einem Gässchen kurz bergauf. Am Ende geht es in die idyllischen Wiesen linkerhand des Flüsschens. Überall um mich herum grünt und blüht es. Bald passiere ich eine hoch aufragende Brücke, welche die Bahnlinie weit oberhalb des Reiserschen Tales direkt nach Mühlhausen führt.

Ich rolle in dem Tal auf einer kaum erkennbaren Wiesenspur entlang, passiere dabei einen größeren Bogen der Unstrut. Laut Karte soll ich dann die nächste Ortschaft nur tangieren. Nachdem ich aber eine weitere große Eisenbahnbrücke unterquert habe, verhindert ein Privatgrundstück die Weiterfahrt auf dem Pilgerweg. Ein über den Weg gebautes Holzbrett mit entsprechendem Verbotsschild würgt den Pilgerweg einfach ab. Ich folge einem linkerhand führenden Weg aufwärts hinein nach Reiser. Hier suche ich mir den Weg durch die Gassen wieder hinunter zur Unstrut und quere sie. Auf der anderen Seite führen Pilgerweg und Radweg asphaltiert weiter.

Kurz darauf verlasse ich jedoch den Radweg wieder, um direkt am Fluss auf zumeist holprigen Graspfaden entlang zu wandeln. Dabei muss ich nun auch manch abenteuerliche Grabenüberquerung hinlegen und Strauchwerk durchqueren, bevor ich auf einmal an einem Gewerbegebiet die B 247 erreiche. Ich bin in Ammern. Mit der Bundesstraße überquere ich die Unstrut und halte mich danach rechts. Ich folge meiner Kartenroute und den gelegentlichen Pilgerwegmarkierungen durch den alten Ortskern, quere dabei erneut die Unstrut.

Schließlich führt mich der Weg wieder in die Wiesen und Felder an der Unstrut, bevor ich den Bereich von Kleingärten am Ortsrand von Mühlhausen erreiche. Ich erreiche die ersten Straßen und folge strikt meiner Kartenroute, da ich kaum noch Pilgerzeichen entdecken kann. Zufällig finde ich noch einen Wegweiser des Hauptwanderwegs Eisenach-Wernigerode. Dieser wird wie der EB-Weg in Thüringen mit einem blauen Andreaskreuz gekennzeichnet. Auch auf einen weiteren hessisch-thüringischen Weitwanderweg treffe ich, den Wartburgpfad X9.

Entlang der größeren Straßen gelange ich schließlich zur hervorragend erhaltenen Stadtmauer von Mühlhausen und betrete die historische Innenstadt durch das Frauentor am Blobach. Die Marienkirche erreiche ich kurz darauf.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Witzenhausen ist von den Fernverkehrsbahnhöfen Kassel, Göttingen oder Halle mit Regionalzügen erreichbar.

Anfahrt

A 7 Abfahrt Hann. Münden-Hedemünden, dann B 80 bis Witzenhausen.

Oder A 38 Abfahrt Friedland, dann B 27 bis Witzenhausen.

Parken

Parkmöglichkeiten im Ort.

Koordinaten

DD
51.342747, 9.858003
GMS
51°20'33.9"N 9°51'28.8"E
UTM
32U 559760 5688290
w3w 
///belebung.ungewohnt.lebkuchen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

Trekkingrad oder Mountainbike (auch mit Gepäck).

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
86,9 km
Dauer
7:30 h
Aufstieg
1.596 hm
Abstieg
1.514 hm
Höchster Punkt
506 hm
Tiefster Punkt
132 hm
mit Bahn und Bus erreichbar aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights Gipfel-Tour Von A nach B

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