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BJW/JWG MTB-Tour: Teufelsturm und Oderparksee

Mountainbike · Harz
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BJW Tours
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    Foto: BJW Tours, Community
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ft 1600 1400 1200 1000 800 600 400 18 16 14 12 10 8 6 4 2 mi

Erlebnisreiche Tour in die Gipskarstlandshaft bei Osterode am Harz und zum Oderparksee. Hinfahrt mit der Bahn bis Wulften - Rückfahrt mit der Bahn ab Hattorf.
32 km
2:51 h
224 hm
204 hm

Der Teufelsturm: die Warte diente zur Überwachung der ehemaligen -Hohen Straße-, die südöstlich an ihr vorbeiführte, und der ehem. -Harzrandstraße- die weiter unten am Talhang verlief. Von dem Steinturm bestand Sichtkontakt zum Herzberger Schloss und zu weiteren Warten, auch mit der auf dem Ührder Berg, dem sogenannten -Langen Wartturm-. Die -Halbe Warte-, in der Literatur des Heimatschriftstellers Hans Erich Giebel (mdl. Mitteilung Wagner) auch -Teufelsturm - genannt, ist wahrscheinlich im 13. Jahrhundert erbaut worden. Aus Richtung Düna kommend, stieß hier die alte -Hohe Straße- auf eine Wegsperre in der Nähe des Wartturmes. Im nahen Wald zeugt noch heute ein kleines Stück Steinwall von den ehem. Wegsperren. Im Frühjahr 1965 ermöglichten Spenden der Bürgerschaft und das vorbildliche Engagement mehrerer Heimatfreunde eine teilweise Wiederaufmauerung. Heute zeigt sich der Turmstumpf mit einer reizvollen Umrankung aus Efeu. Die in den letzten Jahrzehnten gewachsenen Büsche und Bäume wurden 2005 vom Osteroder Heimat- und Geschichtsvereins entfernt. Dadurch ist nun der freie Blick nach Norden, Osten und Südosten wieder möglich. Im Juli 2005 fand eine feierliche "Wiedereinweihung" des vom rezenten Unrat gesäuberten Teufelsturmes statt. Zum "Turmfest" enthüllte der Osteroder Heimat- und Geschichtsverein einen Gedenkstein aus Dolomit aus dem "Steinbruch Härkenberg" bei Ührde mit einer eingelassenen Bronzetafel.

Anschließend streifen wir die Teufelsbäder: Als Teufelsbäder bezeichnet man eine Moorlandschaft bei Osterode am Harz. Sie liegt im gleichnamigen Naturschutzgebiet südöstlich von Augustental an der B 243. Die Teiche und moorigen Senken im etwa 84 ha großen Naturschutzgebiet werden vom Teufelsloch, einer Karstquelle im Hochwald, gespeist. Sie sind die Überreste einer intensiven Ablaugung des Werra-Anhydrites und repräsentativer Bestandteil der Gipskarstlandschaft des Südharzes. Das Große und Kleine Teufelsbad sind durch Dämme entstandene und heute verlandende Fischgewässer. Der Abfluss mündet nach einigen Metern in die Apenke.

1980 bohrte das Niedersächsische Landesamt für Bodenforschung 145 Meter in die unter dem Anhydrit liegenden Karsthohlräume. Auf das Loch wurde ein Stahlrohr montiert, aus dem in etwa 1,5 Liter Karstwasser pro Sekunde flossen. Mit Hilfe von Kontrastwasseruntersuchungen versuchte man ohne Erfolg die Herkunft des Wassers zu ermitteln.

Das seit 1984 unter Naturschutz stehende Gebiet ist Lebensraum seltener Pflanzenarten und Brutgebiet für zahlreiche an diese Strukturen gebundene Vogelarten. Der durch die Teufelsbäder führende Karstwanderweg darf nicht verlassen werden.

Und der Kreis schließt sich beim Teufelsloch: das Teufelsloch liegt südöstlich von Augustental im Hochwald am Karstwanderweg. Es ist ein kreisrunder versumpfter Erdfall, gefüllt mit grünbläulich schimmerndem Wasser. Der abfließende Bach speist die westlich liegenden Teufelsbäder und fließt dann über die Apenke der Söse zu. Nach Starkregenereignissen treten weitere Quellen im Uferbereich aus, die dem Karstwasser im Teufelsloch eine bräunliche Farbe geben. Das Teufelsloch liegt innerhalb des Naturschutzgebiets Teufelsbäder.

Volksglauben um das Teufelsloch: Früher sah man im Teufelsloch etwas Bedrohliches. Die Herkunft des bläulich schimmernden Wassers aus der unheimlichen Tiefe konnten sich die Menschen nicht erklären. Man erzählte sich von Irrlichtern in Menschengröße, die nächtliche Wanderer über den abgeknickten Baum in das Teufelsloch lockten. Andere glaubten, im Wasser lauere der Teufel in Gestalt eines riesigen einäugigen Fisches mit einem nadelscharfen Gebiss.

Die Tour führt weiter auf dem Karstwanderweg zum Hirschzungen-Erdfall: kein Bergwerk, kein Bombeneinschlag sondern der Einsturz eines Teiles eines großen Gewölbes hat diesen Erdfall, wie im Südharz eingestürzte Höhlen traditionell heißen, erzeugt. Entlang des Südharzes gibt es bis zu 20.000 dieser teils unscheinbaren, teils sehr beeindruckenden karstmorphologischen Erscheinungen, im niedersächsischen Teil allein ca. 10.000! Wie Narben überziehen diese Krater den Zechsteingürtel des Südharzes. Da gibt es sehr viele uralte und einige neue tiefe Löcher, teils trocken, teils wassergefüllt. Die Entstehung der meisten noch heute sichtbaren Erdfälle begann am Ende der letzten Eis-zeit, also vor etwa 11.000 Jahren. Wann eingestürzt? Im Vergleich zu einem weiter südöstlich benachbarten Erdfall, dessen Wände wesentlich stärker abgeschrägt sind und dessen Einsturz auf aufgrund archäologischer Funde auf weniger als 2.000 Jahre zu datieren ist, sind hier am Hirschzungenerdfall die Wände steil, z.T. überhängend, mithin frischer. Diesem Ereignis 500 Jahre zu geben, wird nicht falsch sein. Daten, Sagen oder Überlieferungen dazu gibt es nicht. Zu dieser Zeit war das heutige Düna wohl eine noch nicht wiederbesiedelte Wüstung, so dass der Einsturz ohne Zeitzeugen verlief. Denn es gibt zur Entstehung mancher Erdfälle am Südharz durchaus prägnante Schilderungen oder Sagen. So im Neuen Vaterländische Archiv zu Hannover im Jahre 1825:Aus einer "officiellen Anzeige des dasigen Amts" -"Am 29. Julius des Jahres 1825 ereignete sich in der Feldmark der Dorfschaft Barbis, im sogenannten Königshagen, ein Vorfall, den wir hierdurch anzuzeigen nicht verfehlen. An dem vorbenannten Tage, nachmittags ohngefähr4 ½ Uhr entstand, während einige Leute ruhig im Felde arbeiteten, an dem besagten Orte in südwestlicher Richtung vom hiesigen Amtshause ein plötzliches, unterirdisches, dem Donner ähnliches Getöse. Gleich darauf erhob sich eine dichte Staubwolke, und mit fürchterlichem Gekrach stürzte die Erde in einem Umkreis von 120 Schritten in einen unabsehbaren Abgrund hinab. Etwa 10 Fuß um diesen Abgrund herum ist die Erde noch geborsten. Schaudern ergreift den, welcher in diese Tiefe, wo er nur nackte Felsen hervorragen sieht, hinabblickt. Ein hineingeworfener Stein gebraucht völlig eine Minute, ehe er den Grund erreicht... Der Grund dieses Erdfalles ist mit Wasser angefüllt, in dem der hineingeworfene Stein zuletzt in solches herabzufallen scheint.

Höchster Punkt
304 m
Tiefster Punkt
156 m

Start

Bahnhof Wulften (155 m)
Koordinaten:
DG
51.658960, 10.174720
GMS
51°39'32.3"N 10°10'29.0"E
UTM
32U 581255 5723761
w3w 
///streusalz.vollkommene.kämpft

Ziel

Bahnhof Hattorf

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Koordinaten

DG
51.658960, 10.174720
GMS
51°39'32.3"N 10°10'29.0"E
UTM
32U 581255 5723761
w3w 
///streusalz.vollkommene.kämpft
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Strecke
32 km
Dauer
2:51h
Aufstieg
224 hm
Abstieg
204 hm

Statistik

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