Sprache auswählen
Tour hierher planen Tour kopieren
Fernwanderweg

Karstwanderweg

Fernwanderweg · Harz
Verantwortlich für diesen Inhalt
Outdooractive Redaktion Verifizierter Partner 
  • Blick vom Teich auf den Campingplatz.
    / Blick vom Teich auf den Campingplatz.
    Foto: Matthias Rasche, Matthias Rasche
  • / KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.
    Foto: Alpstein, Thueringenweb
  • / Das ehemalige Kneipp-Kur-Hotel am Wiesenbeker Teich.
    Foto: Roland Köhler, Roland Köhler
m 500 400 300 200 100 140 120 100 80 60 40 20 km Klosterruine Walkenried Queste Ankenberg
Der Karstwanderweg erschließt die einzigartige Naturlandschaft in den Landkreisen Osterode am Harz (Niedersachsen), Nordhausen (Thüringen) und Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt).
mittel
140,4 km
52:00 h
3.407 hm
3.362 hm
Die Gipskarstlandschaft Südharz ist ein für Europa einzigartiger Naturraum. Dank der besonderen geologischen Situation ist in Zehntausenden von Jahren eine Landschaft mit enormen geologischen Reichtum und biologischer Vielfalt entstanden und vielerorts bewahrt geblieben. Höhlen – einige lassen sich besichtigen – sind Schauplätze von Märchen und Sagen. Quellen und verlandete Seen sind heute Fundplätze der frühgeschichtlichen Forschung. Der historischen Entwicklung von Rohstoffverarbeitung und Handwerk zuzuschauen, die Pflanzenarten der Trockenrasen, Obstwiesen oder alten Wälder und letztlich die Schönheit und Eigenart dieser an farben- und formenreichen Landschaft zu leben, und zu wandern. Dies soll mit dem Karstwanderweg Südharz vermittelt werden. Wir wandern auf diesem landschaftlich schönen und interessanten Weg, von Osterode am Harz in Niedersachsen über Thüringen bis Pölsfeld/Grillenberg in Sachsen-Anhalt.
Profilbild von Sandra Fischer
Autor
Sandra Fischer
Aktualisierung: 19.02.2020
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
423 m
Tiefster Punkt
178 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Förderverein Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg e.V.
Merseburger Str. 14
37441 Bad Sachsa
Telefon 05523 / 3482
www.karstwanderweg.de

Individualwanderungen mit organisierten Übernachtungen auf dem Karstwanderweg können bei Wandern im Harz gebucht werden.

 

Start

Osterode (Harz) (199 m)
Koordinaten:
DG
51.746217, 10.223977
GMS
51°44'46.4"N 10°13'26.3"E
UTM
32U 584499 5733521
w3w 
///sinn.anbieten.wach

Wegbeschreibung

1. Etappe: Von Osterode nach Herzberg
Der Start ist in Osterode am Harz mit seiner interessanten Fachwerkstadt. Hier führt der Karstwanderweg direkt, parallel der Schienen am Kaiserteich vorbei, durch das Augustental. Weiter wandern wir durch das Naturschutzgebiet „Kleines Teufelsbad”. Nach der Papenhöhe unterqueren wir die B243 und folgen der Ausschilderung über den Mühlenberg nach Herzberg. Diese kleine Fachwerkstadt ist begeisternd. Herzlich willkommen in Herzberg am Harz. Die kleine, reizvolle Residenzstadt Herzberg am Harz liegt idyllisch am Südrand des Harzes und grenzt unmittelbar an die Wälder des Nationalpark Harz an. Das über 950 Jahre alte Welfenschloss mit seiner seltenen, eigenwilligen Fachwerkarchitektur überragt die Stadt und bietet den Besuchern ein interessantes Stück Geschichte. Eines der wenigen Faksimile-Exemplare des Evangeliars "Heinrichs des Löwen" im Museum Schloss Herzberg ist ein besonderer Anziehungspunkt.

2. Etappe: Von Herzberg nach Steina
Der Juessee ist ein max. 28,5 m tiefer und 6,88 ha großer, vor etwa 8.000 bis 14.000 Jahren entstandener Erdfallsee im Zentrum der Stadt. Hier verlassen wir die Stadt auf gut ausgezeichneten Wegen und erreichen nach einer Stunde vor Scharzfeld, die Steinkirche Scharzfeld (Höhle). Nach dieser interessanten Höhlenbesichtigung erreichen wir in 30 Minuten die Einhornhöhle, der Hauptführungsweg ist insgesamt 270 m lang, der den Besucher durch die Einhornhöhle in Scharzfeld führt. Durch die Verwitterung des Dolomitgesteins kam es zur Bildung der Höhlensysteme. Heute beträgt die Gesamt-Ganglänge über 600 m. Wir wandern zurück auf den Karstwanderweg Richtung Ruine Scharzfels. Die heutige Ruine der Burg Scharzfels ist nur ein spärlicher Rest einer einst gewaltigen Anlage. Nach der Unterquerung der B 27 wandern wir an Bad Lauterberg vorbei nach Steina.

3. Etappe: Von Steina nach Hörningen
Wir verlassen Steina und folgen der Ausschilderung nach Tettenborn. Vorbei an den Kranichteichen wandern wir zum Klosterort Walkenried. Dieser Klosterort liegt am Fluss Wieda. Bis zur Wiedervereinigung befand sich Walkenried unmittelbar an der innerdeutschen West-Grenze, die südlich und östlich der Gemeinde verlief. Kurz darauf überschreiten wir bei Ellrich die Landesgrenze nach Thüringen und wir wandern weiter bis zum Etappenziel Hörningen. Zwischendurch wird unsere Wanderung durch schöne Ausblicke auf das südliche Vorland des Harzes belohnt. Durch die grüne Flur fließen die Zorge und die Wieda, um sich an der Grenze zu Niedersachswerfen zu vereinen und als Zorge in Richtung Nordhausen weiterzufließen. Die karstreiche Umgebung wird durch die Naturschutzgebiete NSG 313 Himmelsberg und NSG 314 Sattelköpfe (Hörninger Kuppen) geschützt.

4. Etappe: Von Hörningen nach Kalkhütte
Hörningen liegt idyllisch im Gipskarst-Naturschutzgebiet „Sattelköpfe“. Nun wandern wir vorbei am Hirschenteich bis zur Siedlung Obersalza. Wer sich alle Schönheiten von Nordhausen ansehen will, muss zusätzlich einen Urlaubstag buchen. Weiter geht unsere Wanderung über den kleinen Fluss Zorge und die B4 auf gut ausgeschilderten Wegen in Richtung Steigerthal. Dieser kleine Ort liegt zwischen dem Gipskarstgebiet der „Rüdigsdorfer Schweiz“ und dem reizvollen Waldgebiet des „Alten Stolberg“ in einem von Bergen umgebenen Tal. Die idyllische Landschaft bietet einer Vielzahl seltener und vom Aussterben bedrohter Pflanzen und Tiere einen Lebensraum. Weiter wandern wir über “Alter Stolberg” zur Kalkhütte, die um die Jahrhundertwende ein Gipssteinbruch war. Hier kann man prima speisen und übernachten.

5. Etappe: Von Kalkhütte nach Grossleinungen
Weiter wandern wir auf dem Karstwanderweg bis zur Heimkehle. Die Heimkehle ist eine Gipshöhle/Ganghöhle mit einer Länge von etwa 2000 Metern. 750 Meter sind bei Führungen begehbar. Der größte Raum ist 65 Meter lang, 65 Meter breit und 22 Meter hoch. Durch die hohe Löslichkeit des Gipses kommt es zur intensiven Verkarstung und dadurch zur Bildung großräumiger Höhlensysteme. Entlang der Thyra verlassen wir die Heimkehle, wandern unterhalb von Uftrungen an der Obermühle – Thyrafuchs vorbei, unterhalb von Agnesdorf bis Questenberg. Die Burg Questenberg ist die Ruine einer mittelalterlichen Feudalburg auf dem Burgberg am östlichen Rand der Gemeinde Questenberg im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Der Bergfried, die Ringmauer, zwei Keller, sowie eine Wand des Palastes sind erhalten und frei zugänglich. Weiter geht die Wanderung auf dem Karstwanderweg – Kaiserweg, unterhalb von Hainrode, dessen Ortsbild von liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern mit Bauerngärten, kleinen Gassen und lauschigen Winkeln geprägt ist. Über den Ankenberg erreichen wir Grossleinungen.

6. Etappe: Von Grossleinungen nach Pölsfeld
Die Wanderung führt uns an Morungen vorbei. Südlich von Morungen erstreckt sich das Naturschutzgebiet Mooskammer, welches durch die typische Karstlandschaft sowie durch seltene Pflanzen wie Orchideen und Hirschzunge besticht. Der nächste Ort ist Wettelrode mit Kunstteich Speicher. Weiter wandern wir bis Obersdorf und erreichen nach einer Stunde unser Ziel Pölsfeld. Dieser Ort liegt am südöstlichen Rand des Harzes in einem Seitental der Gonna, eingerahmt von Bergen mit Wiesen und Wäldern. Der Ort Pölsfeld ist eng mit dem Bergbau verbunden. Wandert man um Pölsfeld, so begegnet man immer wieder vielfältigen Zeitzeugen des historischen Kupferschieferabbaus.

Textgrundlage: Wandern im Harz

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Osterode (Harz)

Anfahrt

A7 bis Ausfahrt Seesen (Harz), weiter auf B243 bis Osterode

Parken

In Osterode (Harz)

Koordinaten

DG
51.746217, 10.223977
GMS
51°44'46.4"N 10°13'26.3"E
UTM
32U 584499 5733521
w3w 
///sinn.anbieten.wach
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Kartentipps für die Region

mehr zeigen

Ausrüstung

Festes, hohes Schuhwerk, evtl. Zelt für Übernachtungen

Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Schwierigkeit
mittel
Strecke
140,4 km
Dauer
52:00h
Aufstieg
3.407 hm
Abstieg
3.362 hm
Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights

Statistik

  • 2D 3D
  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
: h
 km
 Hm
 Hm
 Hm
 Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.