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Sababurg

Schloss · Kassler Land · 334 m
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    Foto: Jürgen Lips, Hugenotten- und Waldenserpfad e.V.
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Dornröschen Schloss -, Tierpark -, und Urwald Sababurg

  Sababurg

Die Sababurg, früher erst Zappenburg, dann Zapfenburg und heute im Volksmund nach dem Brüder-Grimm-Märchen  Dornröschenschloss genannt, ist die Ruine einer Höhenburg im sagenumwobenen Reinhardswald, der sich im nordhessischen Landkreis Kassel erstreckt. Sababurg ist zugleich der Name des an der Burg gelegenen Stadtteils von Hofgeismar.

 Die Höhenburg entstand ab 1334 als Zappenburg zum Schutz der Pilger des nahen Wallfahrtsorts Gottsbüren. Aus der mittelalterlichen Burganlage ging ab 1490 das Jagdschloss Zapfenburg hervor. Nach 1957 wurde die Anlage restauriert und seit 1959 beherbergt sie ein Hotel/Restaurant. Angrenzend befinden sich der Tierpark Sababurg und der Urwald Sababurg

  Tierpark Sababurg

 Die Sababurg erlebte ab 1490 durch Landgraf Wilhelm I. (1466–1515) einen Um- und Ausbau zum Renaissance-Jagdschloss mit Gestüt. Unterhalb der nun „Zapfenburg“ genannten Burg entstanden in den folgenden 70 Jahren ausgedehnte Pferdekoppeln und Weideflächen. Der stark an Naturwissenschaften interessierte Landgraf Wilhelm IV. (1532–1592) ließ zwischen 1567 und 1571 das Gelände mit einer fünf Kilometer langen und drei Meter hohen Mauer aus Bruchsteinen einfrieden. Für Jagd und Forschung wurde ein Teil des Areals unter anderem mit Auerochsen, Damwild, weißen Rothirschen, Gämsen, Elchen und Rentieren bestückt. So entstand neben den Koppeln für die Gestütspferde der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche "Thiergarten“  an der "Zapfenburg", der erste seiner Art in Europa.

 1724 ließ Landgraf Karl von Hessen (1654–1730) das Pferdegestüt nach Beberbeck verlegen. Teile des Tierparks wurden weiterhin als Weideflächen benutzt.

 Nach der Besetzung durch französische Soldaten von 1760 bis 1763 während des Siebenjährigen Kriegs (1756–1763) wurde die Sababurg nur noch als Forsthaus benutzt und verfiel zusehends. Unter Landgraf Friedrich II. (1720–1785) wurde der Park um 1770 dem barocken Zeitgeist entsprechend für die Parforcejagd geeignet umgestaltet. Man legte ein Rondell an, auf das von der Umfassungsmauer aus sternförmig sechs Schneisen zuliefen, die noch heute als Eichenalleen zu erkennen sind.

 Bis 1928 wurden in Beberbeck Pferde gezüchtet und der Tierpark Sababurg ausschließlich als Weide genutzt, danach als landwirtschaftliche Nutzfläche für die preußische Staatsdomäne Beberbeck. Nach 1972, Beberbeck und Sababurg samt ehemaligem Tierpark gehörten nun zum hessischen Hofgeismar, gab es verstärkt Bemühungen, den Tierpark als solchen wieder zu beleben. Einsetzender Tourismus rund um die Sababurg, deren Ruine ab 1959 zum Hotel-Restaurant der gehobenen Kategorie umgebaut wurde, beeinflussten die Reaktivierung des Tierparks Sababurg in 1973.

  Der Urwald

 Der Urwald Sababurg wurde bereits 1907 aus der forstlichen und landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen. Damit ist er eines der ersten deutschen Naturschutzgebiete und das erste hessische Naturschutzgebiet. Dies geschah auf Initiative des Düsseldorfer Malers Theodor Rocholl, der als Schlachtenmaler berühmt wurde und im Reinhardswald mehrere seiner Gemälde schuf sowie zahlreiche nachfolgende Künstler zu Studien des „Urwaldes“ inspirierte. Daher wird das Gebiet, das vollständig hessisches Eigentum ist, bis heute „Malerreservat“ genannt.

 Das heutige als „Urwald“ bezeichnete Gebiet ist kein Urwald – streng biologisch oder ökologisch betrachtet, sondern war ursprünglich ein lockerer Weidewald, der sich aus alten Huteeichen und -buchen zusammensetzte und durch die intensive Waldweidenutzung des Reinhardswaldes bis Mitte des 19. Jahrhunderts entstand. Auf die frühere Nutzung als Weidewald weist der alte Name „Kuhberg“ hin. Die Waldweiderechte der Bauern wurden 1865 aufgehoben.

 

 

 

 

Profilbild von Jürgen Lips
Autor
Jürgen Lips
Aktualisierung: 01.02.2017

Koordinaten

DD
51.543833, 9.536798
GMS
51°32'37.8"N 9°32'12.5"E
UTM
32U 537224 5710440
w3w 
///verursacher.angenommenen.weltbild
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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