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Quelle

Rhumequelle

Quelle · Harz
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  • Quelltopf der Rhumequelle
    / Quelltopf der Rhumequelle
    Foto: CC0, Gemeinde Rhumspringe
  • / Rhumequelle
    Foto: CC0, Gemeinde Rhumspringe
  • /
    Foto: Christiane Hummel, CC BY, Gemeinde Rhumspringe
  • / Abfluss der Rhume aus der Quelle
    Foto: Janine Hummel, CC BY, Gemeinde Rhumspringe
  • / Rhumequelle in der Karstlandschaft
    Foto: Michael Beuermann, CC BY
Die Rhumequelle gilt als eine der ergiebigsten Karstquellen Mitteleuropas. Zugleichg ist die größte Quelle im gesamten europäischen Raum. Der trichterförmige Quellkopf mit seinen zahlreichen Nebenquellen ist mit einer Quellschüttung von 2.000 litern pro Sekunde die drittstärkste Quelle, nach Aachtopf und Blautopf, in Deutschland. Theoretisch könnte jeder Einwohner Deutschlands über 2 Liter pro Tag aus der Quelle erhalten. Der Sage nach erschien hier die Nixe Rhuma als Wasserstrom an der Erdoberfläche. Daher der Name.

Im südlichen Vorland des norddeutschen Mittelgebirges „Harz“, am Rande des rund 2.000 Einwohner zählenden Eichsfeld-Ortes Rhumspringe, entspringt in idyllischer Lage eine der größten und wasserreichsten Karst-Quellen Europas, die Rhumequelle.

Aus dem trichterförmigen Hauptquelltopf von rund 20 m Durchmesser und etwa 9 m erforschter Tiefe sowie den ca. 360 Neben-quellen fließen jede Sekunde, je nach vor- ausgegangener Wettersituation, zwischen 900 und 5.500 Liter Quellwasser in den hier beginnenden Fluss Rhume. Das Wasser hat zu jeder Jahreszeit eine gleich bleibende Temperatur von 8 bis 9 Grad Celsius. Damit stellt die Rhumequelle eines der bedeutendsten Naturdenkmäler im Norden Deutschlands dar.

Die größten Schüttungsmengen der Quelle, die zu 1 % der Trinkwasserversor- gung dienen, stammen nachweislich aus Versickerungen der Harzflüsse Oder und Sieber sowie ihres unmittelbaren Umlandes. Diese Versickerungsstellen liegen etwa 50 - 60 m höher als der Quelltopf der Rhumequelle. Das versickerte Wasser wird im Untergrund in Spalten, Klüften und Hohlräumen gespeichert, die wie große Wassertanks wirken, aus denen die Rhumequelle in Abhängigkeit von den jeweils herrschenden Druckverhältnissen ihre Wassermengen erhält. Dabei durchfließt das Wasser im Zechstein des ca. 350 qkm großen Einzugsgebietes höhlenartig verbundene Räume, dient dabei als Transportmittel von täglich 110 t Gips und 50 t Kalk, bevor es im Bereich einer Schichtverwerfung des Untergrundes zwischen porösen Zechsteinschichten und geringdurchlässigem Bundsandstein wieder an die Erdoberfläche tritt.

Hier befindet sich der Sage nach das Reich der Nixe Rhuma, die einst den jungen Riesen Romar aus der verfeindeten Burg am Römerstein liebte, einen Knaben gebar und deswegen von ihrem Vater wutentbrannt in eine Höhle verbannt wurde. Erst nach vielen Jahren gelang es Rhuma, auf unterirdischen Wegen dem Einflussbereich des Vaters zu entrinnen und als Wasserstrom ans Tageslicht zu gelangen. Diese Stelle nennt man noch heute die „Rhumequelle“. Zur Erinnerung wird in Rhumspringe alle zwei Jahre jeweils im Herbst  eines der zahlreichen hübschen Mädchen des Ortes zur „Nixe Rhuma“ erkoren.

Auf Grund ihrer einmaligen Lage und Besonderheit dient die Quelle und ihre Umgebung vielen Tierarten (z.B. Pirol Eisvogel, Wasseramsel) als Rückzugs- und Nahrungsgebiet oder kühler Wohnplatz (u.a. Regenbogenforelle, Äsche). Die im Naturerlebniszentrum auf Gut Herbigshagen in ca. 10 km Entfernung beheimatete Heinz-Sielmann-Stiftung dokumentiert ergänzend zu den Schautafeln im Quellumfeld die Flora und Fauna der Rhumequelle.

Vielleicht entdecken Sie bei Ihrem etwa 5 Min. dauernden Rundgang das scheue Blesshuhn oder die gerade geschlüpften kleinen Wildenten bei ihrem traulichen Spiel. Diese Jahrhunderte alte Idylle erlebten schon Jäger und Sammler der Steinzeit. Scherben von bandkeramischen Gefäßen aus der Zeit um 5000 bis 4200 v. Chr., gefunden in der Quelle bei Renaturierungsarbeiten 1998/99, sind die ältesten Zeichen einer frühen Zivilisation. Sie werden an dieser Stätte des Quellopferkultes ergänzt durch eine Beilklinge (ca. 4000 v. Chr.), das Bruchstück einer Fibel, einer Art Brosche (100 v. Chr.) und Scherben aus dem Mittelalter.

Koordinaten

DG
51.589785, 10.310212
GMS
51°35'23.2"N 10°18'36.8"E
UTM
32U 590764 5716227
w3w 
///selbstständig.schwer.aufsatz
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Aufstieg
Abstieg
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