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Industriedenkmal

Ottiliae-Schacht

Industriedenkmal · Harz · 533 m
  • Ottiliae-Schacht
    Ottiliae-Schacht
    Foto: Manuela Armenat, UNESCO-Welterbe Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft
Der Ottiliae-Schacht gehört zum UNESCO-Welterbe im Harz. Sein Fördergerüst wurde 1876 gebaut und ist in Europa das älteste erhaltene Fördergerüst aus Eisen. Das Fördergerüst des Ottiliae-Schacht ist ein Dokument der frühen Experimentierphase der Gerüstbautechnik mit Stahl. Ein berühmter Nachfolger ist der Pariser Eifelturm. Das Fördergerüst wurde vor Ort, in der königlichen Zentralschmiede in Clausthal geplant und gebaut. Es ist fast 20 m hoch und wegen der Schachtmaße ungewöhnlich breit.

Im Jahr 1868 hatte man mit der Abteufung des Förderschachtes begonnen. Der damalige Berghauptmann in Clausthal - Ernst Herrmann Ottilia wurde zum Namensgeber der Schachtanlage. Ende des 19. Jahrhunderts erreichte der Ottiliae-Schacht eine Tiefe von rund 500 m. Genutzt wurde er als zentraler Förderschacht für das gesamte Clausthaler Bergbaurevier. Das heißt: alle Erze, die unter Tage in den Clausthal-Zellerfelder Gruben gewonnen wurden, kamen hier ans Tageslicht. Bis 1900 wurde mit speziellen Erzkähnen das silberhaltige Blei-Zinkerz vom Kaiser-Wilhelm-Schacht II. in 365 Metern Tiefe über den Wasserlösungsstollen Ernst-August-Stollen hierher geschafft.

Nach der Einstellung des Clausthaler Bergbaus im Jahre 1930 wurde der Schacht noch weiter zur Stromerzeugung genutzt. Das Wasser fiel im Schacht in einer Rohrleitung 332 m in die Tiefe, um zwei Turbinen anzutreiben. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde das Wasser-Kraftwerk am Ottiliae-Schacht stillgelegt. Der Schacht, für den es nun keine Verwendung mehr gab, wurde aus Sicherheitsgründen mit einer 60 m hohen Betonplombe verschlossen.

Die Förderseile, die beim Fördergerüst oben über Seilscheiben laufen, verschwinden gegenüber in der Hauswand des Maschinenhauses. Dort steht die letzte elektrische Fördermaschine des Ottiliae-Schachtes - immer noch funktionstüchtig.

Von Mai bis Oktober ist das Maschinenhaus an Samstagen, Sonn- und Feiertagen geöffnet. Auch Führungen und Veranstaltungen finden auf dem Gelände statt. Ansprechpartner ist hier das Oberharzer Bergwerksmuseum. 

 

 

Profilbild von Manuela Armenat
Autor
Manuela Armenat 
Aktualisierung: 04.06.2015

Koordinaten

DD
51.808413, 10.313121
GMS
51°48'30.3"N 10°18'47.2"E
UTM
32U 590529 5740545
w3w 
///legt.tierwelt.zuletzt
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