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Nachmieter gesucht

Biotop · Harz · 719 m
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Harz: Magische Gebirgswelt Verifizierter Partner  Explorers Choice 
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    Foto: T. Schwarzenberger, Nationalpark Harz
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    Foto: H. Papies, Nationalpark Harz
  • / Nachmieter gesucht
    Foto: Verena Müller, Harz: Magische Gebirgswelt
Haben Sie die Baumhöhlen in der Fichte am Wegesrand entdeckt? Hier war ein Schwarzspecht mit seinem langen meißelartigen Schnabel auf Nahrungssuche. Auf seinem Speisezettel stehen vor allem Waldameisen, daneben auch Käferlarven und zu einem kleinen Teil Schnecken und Früchte. Seine Nahrung findet er meist in Fichten, die einen ""rotfaulen"" Kern haben. Als Rotfäule bezeichnet man den anfänglich rötlichen Pilzbefall, der das Holz faserig und instabil werden lässt. Da Ameisen in solchen Fichten häufig überwintern, sucht der Schwarzspecht hier seine Nahrung. Ganz anders liegen die Vorlieben des Schwarzspechts in Sachen Höhlenbäume. Zur Anlage von Brut- und Schlafhöhlen bevorzugt er keine Nadelbäume, sondern alte Buchen. Diese beiden Vorlieben machen den Schwarzspecht zu einem typischen Bewohner von Mischwäldern. Der Bau einer neuen Höhle dauert 23 bis 28 Tage und wird von einem Brutpaar alle 3 bis 5 Jahre begonnen. Nicht selten werden mehrere Höhlen in denselben Baum gezimmert. Die Höhlen dienen dem Schwarzspecht auch als Schlafplatz. Morgens verlässt er seine Höhle erst nach Sonnenaufgang und fliegt sie abends vor Sonnenuntergang wieder an. Die Schlafhöhlen von Weibchen und Männchen liegen oft mehrere 100 m auseinander. Mitte April legt das Weibchen 3 bis 5 weiße, kugelrunde Eier in die gemeinsame Bruthöhle. Diese werden tagsüber abwechselnd von beiden Eltern, nachts aber nur vom Männchen bebrütet, während das Weibchen in der eigenen Schlafhöhle übernachtet. Nach 13 Tagen schlüpfen Jungvögel. Während der Balzzeit im Spätwinter und bis in die Brutzeit im Frühjahr hinein verteidigt das Spechtpaar das gemeinsame Revier durch laute "kwih"-Rufe und weitum hörbares Trommeln. Eine Trommelreihe dauert jeweils drei Sekunden. Pro Sekunde schlägt der Schwarzspecht 17 Mal auf einen Resonanzkörper wie zum Beispiel einen Ast. Mit seinen geräumigen Höhlen schafft der Schwarzspecht eine begehrte und knappe Ressource im Wald. Über 60 Tierarten sind als Nachnutzer der Schwarzspechthöhlen bekannt. Darunter sind Baummarder, Eichhörnchen, Hohltaube, Sperlings- und Raufusskauz, Kleiber, Dohle oder Star. Sogar Hornissen und Wespen nutzen die Höhlen zur Fortpflanzung. Zahlreiche Fledermausarten verwenden die Schwarzspecht-Höhlen als Sommereinstand und Überwinterungsort. Seine kämpferische Natur machte den Schwarzspecht in der Antike zum Glücksbringer des Kriegsgottes Mars. Vor Schlachten wurde er bei den Römern jedoch ungern gesehen, da dies Unglück und Verderben verhieß. "Holzkrähe " oder "Holzgüggel" wurde er im Volksmund genannt. Die stattliche Größe und das schwarze Gefieder erinnern tatsächlich an einen Rabenvogel. Im Nationalpark Harz leben neben dem Schwarzspecht fünf weitere Spechtarten: Dies sind Buntspecht, Grauspecht, Grünspecht, Kleinspecht und Wendehals.

Koordinaten

DD
51.753230, 10.599704
GMS
51°45'11.6"N 10°35'58.9"E
UTM
32U 610420 5734803
w3w 
///eule.abende.ball
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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