Fachwerk5Eck

Die fünf Partnerstädte arbeiten im Projekt „Fachwerk-Fünfeck“ gemeinsam daran, die Region mit herausragendem Fachwerk-Bestand zum Wohnen, Arbeiten und Leben für die Zukunft attraktiv zu gestalten. Das Projekt soll neue Impulse für den Tourismus, die Gestaltung der Städte und die Wirtschaft setzen und zugleich das Bewusstsein für die Besonderheit des kulturellen Erbes schärfen.Über die inhaltliche Arbeit in fünf unterschiedlichen Handlungsfeldern hinaus möchte das Fachwerk-Fünfeck eine regionale Identität prägen.Zielgruppe des Projekts Fachwerk-Fünfeck sind daher vor Allem auch die Bürger der Region.

Das Projekt Fachwerk-Fünfeck wird vom Bundesbauministerium (BMUB) im Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert.

Im Rahmen des Bundesprogramms werden investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial gefördert.

Erstmalig wurde das Programm durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Jahr 2014 ausgeschrieben. In den Jahren 2014 bis 2018 stellt das BMUB 50 Millionen Euro bereit, um herausragende Projekte des Städtebaus aufzuzeigen und zu unterstützen. 

Das Fachwerk-Fünfeck ist stolz, in der ersten Förderphase in die Förderkulisse aufgenommen worden zu sein.

 

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Die Städte im Fünfeck

Die fünf Städte im Fachwerk-Fünfeck sind Mittelzentren in Südniedersachen, die seit Jahren eine enge Zusammenarbeit verbindet.

Gemeinsames Element sind die zahlreichen Fachwerkhäuser aus unterschiedlichen Stilepochen. Alle Städte bekamen im 12. bis 13. Jahrhundert das Stadtrecht verliehen und konnten sich trotz der starken Beschädigungen im 30-jährigen Krieg bis heute die deutlich ablesbare Altstadt mit Wällen, Mauern und Toren erhalten. Der Anteil von Sichtfachwerkgebäuden ist auch im bundesweiten Vergleich außerordentlich hoch.

Jede Stadt hat ihre besonderen touristischen Highlights und Schwerpunkte. Landschaftlich liegen die fünf Städte in unterschiedlichen Naturräumen: Solling, Harz, Eichsfeld, Leine- und Weserbergland sind im Fachwerk-Fünfeck inklusive. Auch durch die Nähe zu Thüringen und Nordhessen entstehen spannende Verknüpfungen.

Wir laden Sie ein, die fünf Partnerstädte des Fachwerk-Fünfecks kennenzulernen.

Duderstadt

Rathaus Duderstadt
Rathaus Duderstadt
Foto: Fackwerk5Eck

Duderstadt ist eine typische mittelalterliche Stadt, die sich an großen Fernhandelsstraßen gebildet hat. Die Altstadt ist von einer größtenteils erhaltenen und restaurierten Stadtmauer umgeben. Sie wird umschlossen von den ehemaligen Wallanlagen. Die gesamte Altstadt bildet ein dicht mit Fachwerkhäusern bebautes Ensemble aus verschiedenen Baustilen.Rund 500 Jahre Fachwerkkonstruktionen und Stilelemente wie Schnitzereien und Inschriften prägen das Stadtbild. Die reichen Verzierungen deuten auf den mittelalterlichen Wohlstand als Handelsstadt hin.

 

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Einbeck

Tiedexer Straße
Tiedexer Straße
Foto: CC BY, Einbeck Marketing

Die lange Brautradition Einbecks, die bis in das 14. Jahrhundert zurückreicht, lässt sich in den Fachwerkgebäuden der Stadt erkennen: Über 100 Gebäude entstanden nach einem Großbrand im Jahr 1540 und sind in annähernd gleichem Stil erbaut. Die Konstruktionen sind, wie in der Gotik üblich, als Mischkonstruktionen mit zwei Geschossen mit durchgehenden Wandständern und einem darauf gesetzten Stockwerksrahmen verzimmert – im Fachwerk-Fünfeck wird diese Bauweise durch das Gutachten von Prof. Manfred Gerner (2016) als Dielenstadthaus bezeichnet. Der reiche Schmuck der Fassaden ist wiederum typisch für die darauffolgende Frührenaissance und Zeichen für den Wohlstand der bierbrauenden Bürger in der Hansestadt. Ein großer Teil dieser Häuser besitzt eine hohe Einfahrt mit Spitzbogen in die ehemalige Diele: Sie wurde an Brautagen mit Brauwagen und Sudpfanne durchfahren. Die Tiedexer Straße, die vom Marktplatz in Richtung des heutigen PS.Speichers führt, ist ein besonders gut erhaltenes Beispiel für ein zeitgleich errichtetes Ensemble: Alle Gebäude stehen traufständig mit annähernd gleichen Gesimshöhen nebeneinander.

 

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Hann. Münden

Kirchplatz
Kirchplatz
Foto: CC BY, Hann. Münden Marketing

Die Lage der Stadt Hann. Münden an den drei Flüssen Fulda, Werra und Weser bestimmt seit jeher das Leben der Bewohner. Alle durchreisenden Kaufleute waren durch das Stapelrecht von 1247 verpflichtet, ihre Waren in Hann. Münden abzuladen und den Mündener Bürgern drei Tage lang zum Kauf anzubieten. So gelangte die Stadt zu Reichtum und Wohlstand. Von Großbränden und Kriegsschäden wurde Münden verschont, was dazu führte, dass viele Häuser durch spätere Umgestaltung und Anbauten überformt wurden. Beim Rundgang durch die Stadt ergibt sich daher ein besonders vielseitiges Bild verschiedenster Baustile nebeneinander.

 

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Northeim

Kassebeersches Haus
Kassebeersches Haus
Foto: CC BY

Northeim entstand an der Kreuzung zweier Handelsstraßen in drei Keimzellen, die später zusammenwuchsen: das Benediktinerkloster St. Blasien, die St. Sixtikirche und die Marktsiedlung. Rund um diese Keimzellen stehen noch heute die ältesten Fachwerkhäuser der Stadt. Am Münsterplatz sind Teile der Klosteranlage und der ehemaligen Lateinschule erhalten. Das älteste Haus der Stadt und eines der ältesten Fachwerkgebäude Niedersachsens, das Reddersenhaus, das 1420 in gotischen Stil errichtet wurde, beherbergt heute die Touristinformation. Gleich gegenüber ist das Museum im ebenfalls gotischen ehemaligen Spital St. Spiritus untergebracht. Rund um St. Sixti sind weitere gotische Dielenstadthäuser erhalten, wie etwa das 1502 errichtete Corvinushaus, am Schaupenstiel 7. Es bildet zusammen mit dem gegenüberliegenden Fachwerkhaus am Schaupenstiel 18 einen gotischen Stadteingang zur Altstadt. Der Schmuck des Corvinushauses zeigt Bügelfries und Stabwerk.

 

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Osterode am Harz

Ratswaage
Ratswaage
Foto: CC BY

Als Tor zum Harz entwickelte sich Osterode in verkehrsgünstiger Lage zur Kornkammer für den Harz. Die nördlichen Teile der Altstadt sind älteren Ursprungs. Hier findet sich der Großteil der Fachwerkhäuser in gotischem, Frührenaissance- und Renaissance-Baustil. Barocke und klassizistische Häuser findet man in den südlichen und westlichen Teilen der Altstadt. Mit 62 Prozent Gebäuden aus Klassizismus und Eklektizismus sind diese Baustile besonders stark vertreten. Eine für den Harz typische Besonderheit des Osteroder Fachwerks sind rund 70 Gebäude, die zum Schutz vor Wind und Wetter mit Brettern oder Schindeln verkleidet sind.

 

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Reiseführer

Fünffach erleben

Fünf Städte – ein Thema: Fachwerk! Seit Jahrhunderten sind Fachwerkgebäude wesentlicher Bestandteil der Baukultur Südniedersachsens. Besonders eindrucksvoll zeigen sich die vielseitigen Facetten dieser historischen Baukunst in den Städten des Fachwerk5Ecks: Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode am Harz. Einzigartige, liebevoll restaurierte Baudenkmäler, Fachwerkkunst verschiedener Stilepochen, geschichtsträchtige Plätze und historisches Flair prägen die fünf Fachwerkstädte zwischen Harz und Weser.

 

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