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Wanderung auf dem Eco Pfad Gläsnertal im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald

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Dietrich Hoffmann

24.07.2016 · Community
Beobachtungen auf altem Grenzpfad Am Eingang zum Gläsnertal kaum 500 m nach der Brücke über den Endschlagbach und bald hinter dem eingezäunten Trinkwasser-Brunnen der Gemeinde Nieste (re) begleitet der ausgeschilderte Wanderweg rechtseitig die L3237. Dem aufmerksamen Wanderer entgehen nicht die bald rechts, bald links aufgeworfenen Erd-Wallreste, bewachsen mit Hainbuchen, auch mit Eichen und Rotbuchen. Es handelt sich hier möglicherweise um frühe Grenzmarkierungen aus der Zeit vor der Vermarkung der Ländergrenzen Königreich Hannover und Kurfürstentum Hessen, also aus der Zeit vor 1720. Vor der eindeutigeren und dauerhaften Grenzmarkierung mit Hilfe von Steinen bedienten sich unsere Vorfahren der Markierung durch Aufhäufen von Steinen und Erde zu Grenzwällen. Um diese noch deutlicher zu sichern wurden sie nicht selten mit Grenzbäumen markiert. Die unerlaubte Änderung und Enrfernung von solchen Grenzmarkierungen galt als strafbewehrtes Vergehen. Alte Grenzbäume wurden zur Erhaltung abgeschlagen und abgesägt, um mit den jungen Stockausschlägen die Markierung über lange Zeiten zu erhalten. Als solche Stockausschläge der Hainbuche sind einige sehenswerte Exemplare hier zu beoachten: bis zu 16 mächtige Stämme stehen in unregelmäßiger Rundform beieinander, um den alten entfernten Grenzbaum gruppiert. Unwillkürlich ist der Wanderer erinnert an Szenen bekannter Märchen. Hoffentlich bleiben sie noch lange Zeit erhalten!
Gemacht am 01.07.2016

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