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Infos / Energie aus der Landwirtschaft
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Wissenswertes zu nachhaltiger Landwirtschaft
In den vergangenen 50 Jahren wurde die Landwirtschaft oft kritisiert. Dabei wurden besonders im letzten Jahrzehnt Missstände bei der Nahrungsmittelproduktion aufgedeckt. Auch Begriffe, wie Umweltverschmutzung, Verlust von Artenvielfalt und Massenproduktion fielen in der Diskussion um die Landwirtschaft. Immer lauter wurden die Forderungen zu Veränderungen und ein Bedürfnis für nachhaltige Landwirtschaft wurde geweckt.
Die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft wird trotz verschiedenster Bedürfnisse immer in den Parametern Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft gemessen. Ziel ist es, genügend erschwingliche, qualitativ hochwertige Nahrungsmittel zu produzieren und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine langfristige Produktion sicherzustellen. Dabei soll die Wirtschaftlichkeit gewährleistet, das Wohlergehen der Bevölkerung berücksichtigt, die Umwelt geschont und die Artenvielfalt erhalten werden.
Ein Ansatzpunkt, um diese Ziele zu erreichen, ist die Erzeugung und Nutzung von Bioenergie in der Landwirtschaft. Bioenergie könnte zu einem Aushängeschild für eine nachhaltige, multifunktionelle Landwirtschaft werden. Die Energiequellen setzen sich zusammen aus der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen (Feldfrüchten), Gülle und Stalldung, sowie Wind und Sonnenenergie. Sonne, Wind und Biomasse bieten ein vielfaches Potenzial im Vergleich zum weltweiten Energiebedarf. Allein die Sonneneinstrahlung auf die Erde übertrifft den Bedarf um das 15000fache.
Infos zu landwirtschaftlichen Energieträgern
Nachwachsende Rohstoffe (Biomasse)Neben einigen mehrjährigen massenwüchsigen Gräsern eignen sich aufgrund ihres hohen Gesamtpflanzenertrages besonders die Getreidearten Weizen, Roggen und Triticale für die Produktion von Biomasse. Getreide ist die am schnellsten nachwachsende Biomasse. Auch der hohe Heizwert (ca. 2 kg Getreide entsprechen dem Heizwert von 1 l Heizöl) spricht für die Nutzung von Getreide. Umgerechnet auf den Heizwert, liegt Getreide im Preis ca. 20 bis 50% niedriger als Heizöl.
Neben der Nutzung als Brennstoff kann es sinnvoll sein, nachwachsende Rohstoffe, wie auch Stalldung als Koferment bei der Güllevergärung in Biogasanlagen einzusetzen. Dabei wird die Gasausbeute gesteigert. Hierzu eignet sich neben Getreide auch der Einsatz von Silomais oder Grasschnitt.
Die in der Natur vorhandene Biomasse ist gespeicherte Sonnenenergie. Sie wird in einem biologischen Kreislauf fortlaufend umgesetzt. Der überwiegende Anteil biologischer Abbauvorgänge läuft in der Natur unter Verbrauch von Luftsauerstoff bei gleichzeitiger Bildung von Kohlendioxid ab. Ein geringerer Teil wird anaerob umgewandelt. Hierdurch entsteht Biogas mit einem hohen Anteil an energiereichem Methan. Der Heizwert von Biogas beträgt etwa 6.000 cal./m³ = 25.000 kJ/m³ = 0,6 Liter Heizöl. Biogas kann zur Erzeugung von elektrischem Strom und Wärme für den Eigenverbrauch sowie für die Einspeisung in ein Netz genutzt werden.
Ein weiteres Bioenergieprodukt in der Landwirtschaft ist Biodiesel = RME (Rapsmethylester). Biodiesel gibt nur so viel CO2 ab, wie die Pflanzen bei ihrem Wachstum aufgenommen haben. Die CO2 - sowie die Energiebilanz ist daher positiv. Biodiesel enthält keinen Schwefel und trägt somit nicht zu saurem Regen, Waldsterben und Schäden an Baudenkmälern bei. Er besitzt einen Sauerstoffanteil von 11 %, der für eine gute Verbrennung sorgt. Biodiesel wird biologisch schnell abgebaut und reduziert dadurch die Gefahren für Boden und Grundw
Mit einer richtig dimensionierten thermischen Solaranlage können 50 - 65 % des jährlichen Warmwasserbedarfs eines Einfamilienhaushalts abgedeckt werden. Im Sommer kann meist der gesamte Bedarf über eine Solaranlage bereitgestellt werden. Neben der thermischen Solaranlage gibt es Photovoltaikanlagen. Diese Anlagen wandeln die Sonnenstrahlung mittels Solarzellen direkt in elektrischen Strom. Die elektrische Energie wird anschließend ins öffentliche Stromnetz eingespeist oder direkt vom Erzeuger verbraucht. Auch mit diesen Anlagen werden Ressourcen eingespart und die Umwelt wird geschont.
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