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K U G LAgenda 21Auf der 1992 in Rio de Janeiro abgehaltenen Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung wurde von 178 Staaten die Agenda 21 verabschiedet. In dieser Agenda sind die wesentlichen Grundsätze und ein Aktionsprogramm für die globale Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung beschrieben. Entwicklungs- und umweltpolitische Aufgaben werden hier in einem Zusammenhang gesehen und die 178 Staaten verpflichten sich, durch nationale Programme Umweltzerstörung und soziale Ungerechtigkeiten in ihren Ländern und weltweit zu bekämpfen. Nachhaltige Entwicklung„Den Kern der Idee der nachhaltigen Entwicklung bildet der Anspruch, so zu leben und zu wirtschaften, dass die Lebenschancen und Lebensqualitäten der derzeit auf der Erde lebenden Menschen und die zukünftiger Generationen beachtet werden. Zu diesem Gedanken sozialer Gerechtigkeit treten - als deren Voraussetzung und Bedingung - Anforderungen an den Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen, der Umgang mit erneuerbaren und nicht-erneuerbaren Ressourcen unter den Gesichtspunkten ihrer Grenzen und der aus ihrer Nutzung resultierenden Belastungen für das Ökosystem Erde. Damit wird ein Anspruch formuliert, eine ethische Leitlinie.“ (aus: Prof. Ute Stoltenberg, Nachhaltigkeit lernen mit Kindern, Klinkhardt-Verlag 2002) Umsetzung der Agenda 21Die Umsetzung einer solchen Leitlinie erfordert ein Umdenken in allen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gremien, welche nur durch einen Bewusstseinswandel des Einzelnen auf Dauer (nachhaltig) möglich sein wird. Hierzu benötigen wir neue Kompetenzen, um die Wichtigkeit nachhaltiger Produktionsweisen und Konsumgewohnheiten und globale soziale Gerechtigkeit erfassen zu können und aktiv an ihrer Umsetzung zu arbeiten. Bildung für eine nachhaltige EntwicklungIn dem Zusammenhang stellt Bildung für nachhaltige Entwicklung ein innovatives didaktisches Konzept dar, um oben genannte Entwicklungen im Bildungssystem einzuführen und dauerhaft zu verankern. Die Vereinten Nationen haben für die Zeit von 2005 bis 2014 eine Weltdekade der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ausgerufen. Auf nationaler Ebene wurde ein bundesweites 5jähriges Modellprogramm „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ 1999 von der Bund-Länder-Kommision für Bildungsplanung (BLK) ins Leben gerufen. Im August 2004 startete nun das 4jährige Folgeprojekt „BLK-Programm Transfer-21“, in dem die in dem Modellprogramm erarbeiteten Konzepte und Erfahrungen in die Schulen auf breiter Basis eingeführt werden und in die schulische Regelpraxis integriert werden sollen. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung führt Umweltbildung und entwicklungspolitische Bildung (Globales Lernen) in ein Konzept zusammen. Unter dem Thema „Global denken - lokal handeln“ werden Unterrichtsinhalte konzipiert, die an den Lebens- und Erfahrungswelten der Kinder und Jugendlichen ansetzen und sie davon ausgehend an globale Zusammenhänge und vernetzte Strukturen heranführen sollen. Dabei sind vor allem neue didaktische Ansätze notwendig, bei denen Schüler an der Gestaltung und Auswahl von Unterrichtsthemen beteiligt werden (partizipativer Unterricht) und lernen, gemeinsam mit anderen, Lösungsansätze zu erarbeiten. Ziel ist die Entwicklung von Gestaltungskompetenzen zur Bewältigung komplexer Aufgaben und Probleme. „Es gibt eine gesellschaftliche Verpflichtung, Kinder in die Lage zu setzen, diese Aufgaben zu kennen, sich ihr Urteil zu bilden und sich in die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft einmischen zu können“. (Stoltenberg a. a. O.) Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in SüdniedersachsenIm Raum Göttingen arbeiten seit Jahren zahlreiche Organisationen in den Bereichen Umweltbildung und Globales Lernen. In zunehmendem Maße entstehen projektbezogene Kooperationen zwischen Umweltbildungseinrichtungen und Organisationen, die im Bereich Globales Lernen arbeiten. Die regionalen Schulen haben sehr viele Möglichkeiten für ihre Unterrichtsprojekte mit kompetenten außerschulischen Kooperationspartnern zusammenzuarbeiten. |
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